Bausubstanz vor Ort
Was in Bad Segeberg typisch ist: und worauf ich achte
Bad Segeberg hat eine Besonderheit, die kaum eine andere Stadt in Schleswig-Holstein kennt: den Kalkberg und den Gipsuntergrund. Dazu kommen die Fachwerk-Altstadt und die Bauten der Kurstadt. Eine Begutachtung ist hier nur so gut, wie sie den Untergrund und die örtliche Bauweise kennt.
Untergrund, Gips und Setzungen
Der Kalkberg ist ein an die Oberfläche getretener Gips-Anhydrit-Stock. Im Untergrund kann Gips durch Wasser gelöst werden, örtlich sind Setzungen und Erdfälle bekannt. Risse in Wänden und Decken müssen hier besonders sorgfältig eingeordnet werden: harmloser Schwundriss oder Hinweis auf eine Bewegung im Baugrund? Das ist eine der zentralen Fragen bei der Begutachtung in Bad Segeberg.
Fachwerk-Altstadt
Rund um Kirche und Marktplatz steht historisches Fachwerk. Hier prüfe ich Schwellen, Ständer und Gefache auf Feuchte und Fäulnis, die Horizontalsperre im Sockel und den Zustand der oft mehrfach veränderten Gefachausmauerung und Fassade.
Kur- und Gründerzeitbauten
Als Kurstadt hat Bad Segeberg einen Bestand an Villen und größeren Wohnhäusern der Gründer- und Kurzeit. Typisch sind aufsteigende Feuchte, überalterte Dächer, Holzbalkendecken und nachträglich innen gedämmte Außenwände mit Tauwasserrisiko.
Siedlungs- und Nachkriegshäuser
In den Wohngebieten am Stadtrand und in Wahlstedt stammt viel Bestand aus den 1950er bis 1970er Jahren. Typisch sind Kellerabdichtungen am Ende ihrer Nutzungsdauer, Wärmebrücken an Betonstürzen und Balkonplatten sowie, je nach Baujahr, asbestverdächtige Materialien.