Bausubstanz vor Ort
Was in Elmshorn typisch ist: und worauf ich achte
Elmshorn liegt an der Krückau, an der Grenze zwischen Marsch und Geest. Baugrund, Grundwasser und die Bauten der Handels- und Industriezeit prägen den Bestand. Eine Begutachtung ist hier nur so gut, wie sie diese Lage kennt.
Marsch-Geest-Grenze und Baugrund
Elmshorn liegt am Übergang von der weichen Marsch zur festen Geest. Je nach Lage steht ein Haus auf tragfähigem Sand oder auf setzungsempfindlichem Klei. Risse und schiefe Böden müssen daher immer im Zusammenhang mit dem Baugrund beurteilt werden.
Krückau, Grundwasser und Kellerabdichtung
In der Nähe der Krückau und in tief liegenden Quartieren steht das Grundwasser hoch. Kelleraußenwände ohne funktionierende Abdichtung, drückendes Wasser und feuchte Sockel sind hier häufiger. Das lässt sich nur mit Feuchtemessung sauber beurteilen.
Gründerzeit- und Speicherbauten
Als Handels- und Industriestadt hat Elmshorn einen Bestand an Gründerzeithäusern, Kontor- und Speicherbauten. Typisch sind aufsteigende Feuchte, überalterte Dächer, Holzbalkendecken und die Folgen von Umnutzungen alter Gewerbebauten zu Wohnraum.
Nachkriegs- und Siedlungsbau
In den Wohngebieten am Stadtrand und in den Umlandgemeinden stammt viel Bestand aus den 1950er bis 1970er Jahren. Typisch sind Kellerabdichtungen am Ende ihrer Nutzungsdauer, Wärmebrücken an Betonstürzen und Balkonplatten sowie, je nach Baujahr, asbestverdächtige Materialien.