Bausubstanz vor Ort
Was in Lübeck typisch ist: und worauf ich achte
Die Lübecker Altstadt ist UNESCO-Welterbe, mit einem einzigartigen Bestand an Backsteingotik auf einer Insel in der Trave. Weicher Baugrund, historische Gründungen und strenger Denkmalschutz prägen die Substanz. Eine Begutachtung ist hier nur so gut, wie sie diese Besonderheiten kennt.
Altstadtinsel und historische Gründungen
Die Altstadt liegt auf einer Insel in der Trave, teils auf weichem Baugrund. Viele der alten Häuser sind auf Holzpfählen gegründet. Sinkt der Grundwasserstand, können solche Pfähle Schaden nehmen, Setzungen und Risse sind dann die Folge. Risse in Lübecker Altstadthäusern ordne ich deshalb besonders sorgfältig ein.
Backsteingotik, Fassaden und Denkmalschutz
Die Backsteinfassaden und Giebel der Altstadt sind stark bewittert und meist denkmalgeschützt. Ich prüfe Fugen, Steine und Anschlüsse auf Schäden durch Frost, Salz und Feuchte und ordne ein, was der Denkmalschutz bei einer Instandsetzung erlaubt und verlangt.
Gründerzeit in St. Lorenz und St. Gertrud
Außerhalb der Insel prägen die gründerzeitlichen Vorstädte den Bestand. Hier stehen die klassischen Altbau-Themen im Vordergrund: fehlende oder überalterte Horizontalsperren, aufsteigende Feuchte, überalterte Dächer und Holzbalkendecken.
Nachkriegs- und Siedlungsbau
In den Stadtteilen außerhalb des Zentrums und im Umland stammt viel Bestand aus den 1950er bis 1970er Jahren. Typisch sind Kellerabdichtungen am Ende ihrer Nutzungsdauer, Wärmebrücken an Betonstürzen und Balkonplatten sowie, je nach Baujahr, asbestverdächtige Materialien.