Bausubstanz vor Ort
Was in Rendsburg typisch ist: und worauf ich achte
Rendsburg liegt zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal, ein großer Teil der Altstadt steht auf der Insel im Fluss. Wasser, weicher Untergrund und die Bauten der Garnisons- und Eisenbahnzeit prägen den Bestand. Eine Begutachtung ist hier nur so gut, wie sie diese Lage kennt.
Altstadt auf der Eiderinsel
Die historische Altstadt liegt auf einer Insel in der Eider. In flussnaher Lage mit hohem Grundwasserstand sind Kellerfeuchte, Abdichtung und die Tragfähigkeit alter Gründungen ein Dauerthema. Bei Fachwerk- und Massivbauten der Altstadt prüfe ich Sockel, Horizontalsperre und Holzbauteile besonders genau.
Gründer- und Kaiserzeit, Garnison und Eisenbahn
Als Garnisons- und Eisenbahnstadt wuchs Rendsburg im 19. Jahrhundert stark. Die Backstein- und Putzbauten dieser Zeit bringen die klassischen Altbau-Themen mit: aufsteigende Feuchte, überalterte Dachdeckungen, Holzbalkendecken und nachträglich veränderte Grundrisse und Haustechnik.
Kanal- und flussnahe Lagen
Entlang des Nord-Ostsee-Kanals und der Eider steht das Grundwasser hoch. Kelleraußenwände ohne funktionierende Abdichtung, drückendes Wasser und feuchte Sockel sind hier häufiger als im trockenen Geestrücken. Das lässt sich nur mit Feuchtemessung sauber von Kondensat unterscheiden.
Nachkriegs- und Siedlungshäuser
In Büdelsdorf, Osterrönfeld und den Rendsburger Randlagen stammt viel Bestand aus den 1950er bis 1970er Jahren. Typisch sind Kellerabdichtungen am Ende ihrer Nutzungsdauer, Wärmebrücken an Betonstürzen und Balkonplatten sowie, je nach Baujahr, asbestverdächtige Materialien.